Heizung · Gebäudeenergiegesetz

Die Wärmepumpe. Heizen mit dem, was ohnehin vom Dach kommt.

Eine Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Entscheidend ist nicht das Gerät, sondern die Vorlauftemperatur im Haus.

Marktüblicher Kostenrahmen

18.000 – 35.000 €

Bauart
Luft/Wasser, Sole/Wasser, Wasser/Wasser
Jahresarbeitszahl (JAZ)
3,0 – 4,5
Gute Vorlauftemperatur
35 – 50 °C
Förderung (BEG EM)
bis 70 % Zuschuss
Förderhöchstbetrag
30.000 € förderfähige Kosten
Stromverbrauch Einfamilienhaus
3.000 – 6.000 kWh/Jahr

Größenordnungen für ein Einfamilienhaus. Verbindlich ist allein die Kalkulation des ausführenden Fachbetriebs.

Die Anlage ist gut, wenn das Haus mitspielt.

Wärmepumpen arbeiten umso effizienter, je niedriger die Vorlauftemperatur der Heizung liegt. Fußbodenheizung ist ideal, aber kein Muss: Auch mit ausreichend großen Heizkörpern lassen sich 50 Grad Vorlauf erreichen — und damit gute Jahresarbeitszahlen.

Deshalb gehört zu jedem seriösen Angebot eine Heizlastberechnung, mindestens vereinfacht nach Verbrauch. Wer ohne Blick auf Heizkörper, Dämmstandard und tatsächliche Heizkurve ein Gerät verkauft, verkauft im Zweifel ein zu großes.

Der zweite Kostenblock ist die Förderung. Über die BEG-Einzelmaßnahmen sind Grundförderung, Klimageschwindigkeits- und Einkommensbonus kombinierbar. Der Antrag läuft vor Auftragsvergabe beziehungsweise mit aufschiebender Bedingung im Vertrag — die Reihenfolge entscheidet über mehrere tausend Euro.

Warum es sich lohnt

Vier Argumente, die tragen.

01

Hohe Förderquote.

Grundförderung plus Boni erreichen im besten Fall 70 Prozent der förderfähigen Kosten — begrenzt auf 30.000 Euro beim Einfamilienhaus.

02

Passt zur Photovoltaik.

Ein großer Teil des Wärmepumpenstroms lässt sich mit eigener Erzeugung und Pufferspeicher in die sonnenreichen Stunden verschieben.

03

Zukunftssicher nach GEG.

Die Wärmepumpe erfüllt die 65-Prozent-Vorgabe des Gebäudeenergiegesetzes ohne Nachweisaufwand und ohne Brennstoffabhängigkeit.

04

Kühlen im Sommer möglich.

Viele Geräte können über die Fußbodenheizung passiv oder aktiv kühlen — ein Nebeneffekt, der bei der Planung gleich mitgedacht werden sollte.

FAQ

Häufige Fragen.

In den meisten Fällen ja. Entscheidend ist, ob sich die benötigte Wärme bei maximal 55 Grad Vorlauf übertragen lässt. Häufig genügt der Tausch einzelner Heizkörper in den kritischen Räumen statt einer Komplettsanierung.

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