Regionale Unterschiede

Photovoltaik nach Bundesland.

Zwischen Flensburg und dem Bodensee liegen rund 20 Prozent Ertragsunterschied — und sehr unterschiedliche Regeln. Diese Übersicht zeigt je Land den realistischen Ertrag, die Rechtslage zur Solarpflicht und was bei der Planung vor Ort zählt.

Flächenländer

Stadtstaaten

Warum das Bundesland einen Unterschied macht

Die Bundesförderung gilt überall gleich — darunter beginnen die Unterschiede. Mehrere Länder haben eigene Programme für Speicher, Balkonkraftwerke oder Beratungsleistungen aufgelegt, teils befristet und mit begrenztem Budget. Dazu kommen Solarpflichten, die je nach Land für Neubauten, Dachsanierungen oder gewerbliche Parkplätze gelten und zu unterschiedlichen Stichtagen greifen.

Der zweite Unterschied ist physikalisch: Die Globalstrahlung nimmt von Nord nach Süd zu. Zwischen Schleswig-Holstein und dem Alpenvorland liegen grob 15 bis 20 Prozent Jahresertrag bei gleicher Anlage. Für die Wirtschaftlichkeit ist das relevant, entscheidend bleibt aber der Eigenverbrauch — eine gut ausgelegte Anlage im Norden schlägt eine schlecht geplante im Süden.

Was für alle Länder gilt

Unabhängig vom Standort sind Anmeldung beim Netzbetreiber und Eintragung im Marktstammdatenregister Pflicht, ebenso die Abnahme durch eine Elektrofachkraft. Die Fristen dafür sind knapp bemessen — seriöse Angebote enthalten diese Schritte, statt sie dem Betreiber zu überlassen.