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Eigenverbrauch erhöhen — sieben Wege, die keinen Speicher brauchen

Bevor Sie über einen Batteriespeicher nachdenken: Diese sieben Maßnahmen heben den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage teils deutlich — vom Warmwasser bis zur Zeitsteuerung.

Redaktion Bundessolar2 Min. Lesezeit
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Eine Photovoltaikanlage ohne Speicher deckt typischerweise 25 bis 35 Prozent des Haushaltsstroms aus eigener Erzeugung. Der Rest geht ins Netz. Bevor Sie mehrere tausend Euro in eine Batterie investieren, lohnt der Blick auf Maßnahmen, die kaum oder gar nichts kosten.

1. Große Verbraucher in die Mittagsstunden legen

Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine haben Zeitvorwahl. Wer sie konsequent zwischen 10 und 15 Uhr laufen lässt, verschiebt jährlich mehrere hundert Kilowattstunden vom Netzbezug in den Eigenverbrauch. Das ist die wirksamste Maßnahme ohne jede Investition.

2. Warmwasser elektrisch nachheizen

Ein Heizstab im Pufferspeicher, angesteuert bei Solarüberschuss, wandelt überschüssigen Strom in Wärme. Der Wirkungsgrad ist mit rund 100 Prozent schlechter als bei einer Wärmepumpe, aber die Alternative — Einspeisung zur Vergütung — ist wirtschaftlich meist die schlechtere. Nachrüstkosten liegen häufig unter 1.000 Euro.

3. E-Auto mit Überschuss laden

Eine regelbare Wallbox mit Überschussfunktion lädt genau die Leistung, die gerade übrig ist. Ein Fahrzeug, das tagsüber zuhause steht, ist der günstigste Speicher, den es gibt — er wurde ohnehin gekauft.

4. Wärmepumpe in die Sonnenstunden verschieben

Über Pufferspeicher und Zeitprogramm lässt sich der Wärmepumpenbetrieb in die ertragsstarken Mittagsstunden verlagern. Das erhöht die Vorlauftemperatur leicht und kostet ein wenig Effizienz, senkt aber den Netzbezug deutlich — unterm Strich fast immer ein Gewinn.

5. Anlage nach Ost-West statt reinem Süden

Wer noch plant: Eine Ost-West-Belegung liefert etwa zehn Prozent weniger Jahresertrag, verteilt ihn aber über einen längeren Tagesabschnitt. Für den Eigenverbrauch ist das oft die bessere Kurve — vor allem in Haushalten mit Verbrauchsspitzen morgens und am frühen Abend.

6. Standby-Verbrauch senken

Die Grundlast eines Haushalts liegt häufig bei 200 bis 400 Watt. Jedes Watt davon, das nachts fließt, ist Netzbezug. Alte Umwälzpumpen, Zweitkühlschränke im Keller und Netzteile im Dauerbetrieb sind die üblichen Kandidaten — hier senkt man den Netzbezug, ohne Erzeugung zu verschieben.

7. Energiemanagement einsetzen

Ein Energiemanagementsystem misst am Netzübergabepunkt und schaltet Verbraucher nach Priorität zu. Das koordiniert die Punkte eins bis vier automatisch, statt sie der Aufmerksamkeit im Alltag zu überlassen. Sinnvoll wird das ab etwa drei steuerbaren Verbrauchern.

Und dann der Speicher?

Wenn diese Maßnahmen ausgereizt sind und der Eigenverbrauch bei 45 bis 55 Prozent liegt, ist ein Speicher die logische nächste Stufe — dann allerdings kleiner dimensioniert, weil ein Teil der Arbeit bereits erledigt ist. Genau diese Reihenfolge spart am meisten Geld.

Alle Angaben sind sorgfältig recherchiert und geben Größenordnungen wieder. Förderbedingungen und gesetzliche Vorgaben ändern sich — maßgeblich ist der jeweils aktuelle Stand der zuständigen Stellen. Dieser Text ersetzt keine individuelle Beratung.

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